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Im Notfall

Menschen in der Region nehmen Impfen ernst

16.04.2019 | Pressemitteilung

DRK Krankenhaus Sömmerda:
Menschen in der Region nehmen Impfen ernst

Gute Impfquote im Landkreis Sömmerda

Die Bürger im Landkreis Sömmerda sind sehr pflichtbewusst beim Impfen. „Im Klinikalltag auf der Kinderstation Sömmerda können wir erfreulicherweise bei der Routinekontrolle der Impfausweise feststellen, dass eine hohe Durchimpfungsrate vor Ort herrscht", sagt Dr. Ulrike Dittrich, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am DRK Krankenhaus Sömmerda. „Das freut uns sehr, weil es sich um ein ausgesprochen wichtiges Thema handelt." Und dass Impfungen keine reinen „Kinder"-Probleme sind, wird demnächst in der Patienten-Veranstaltung „Vorsorge für die Frau - was ist up to date" am 30. April 2019 Thema sein, in der es auch um aktuelle Impf-Empfehlungen geht.

Das Für und Wider von Impfungen ist heftig umstritten. Bedauerlicherweise beruht die Argumentation häufig auf wissenschaftlich fragwürdigen Informationsquellen. So hält sich unter Impfgegnern hartnäckig das Gerücht, die Masernimpfung löse Autismus aus. Eine Studie dazu wurde schon vor Jahren zurückgerufen, der verantwortliche Arzt darf nicht mehr praktizieren. Auch für andere Impfungen wurden Folgekrankheiten in Online-Foren publiziert - so zum Beispiel Typ I Diabetes nach Keuchhustenimpfung oder eine erhöhte Allergierate bei geimpften Kinder. „Dabei gibt es eine Reihe von wissenschaftlichen Studien, die dies nicht bestätigen konnten", so Dr. Dittrich.

Sicher gibt es Impfkomplikationen oder –schäden, diese sind jedoch bei kontinuierlicher Weiterentwicklung der Impfstoffe in den letzten Jahren stetig rückläufig und betrugen bereits 1999 gerade einmal 3 pro 10 Millionen Einwohner. „Das sind eindeutige Zahlen", erläutert Dr. Dittrich. „Und für die oft in besonders schlechtem Ruf stehende Masernimpfung sind es gerade einmal 7 Komplikationen bei 16 Millionen Impfdosen. „Die Wahrscheinlichkeit, an einer Komplikation einer Maserninfektion zu leiden, ist da deutlich höher." Dabei sollte eines jedoch klar sein: Durch Impfungen können Erkrankungen verhindert und sogar gänzlich ausgerottet werden. Bestes Beispiel hierfür sind die Pocken.

Dass die Zahlen in Sömmerda so erfreulich sind, ist hauptsächlich auf die ambulante Beratung und Vorsorgeuntersuchungen sowie Impfungen zurückzuführen. Dies schützt nicht nur den Impfling, sondern durch die Herdenimmunität auch alle Personen, die noch zu klein sind, um selbst geimpft zu werden oder durch eine Krankheit ein geschwächtes Immunsystem haben. Und nicht zuletzt sind Auffrisch-Impfungen von Großeltern, Eltern und Freunden die einzige Möglichkeit, die ganz kleinen Neugeborenen vor Keuchhusten zu schützen – eine in diesem Alter lebensgefährliche Erkrankung.

„Wir wünschen uns auch weiterhin eine Bereitschaft, sich von den wissenschaftlich gut informierten Kinder- und Hausärzten beraten zu lassen, um dann eine gute Entscheidung für das Kind treffen zu können", resümiert Oberärztin Dr. Ulrike Dittrich.

Öffentlichkeitsarbeit, 16.04.2019

Veranstaltung „Vorsorge für die Frau - was ist up to date"
30. April 2019 um 18.30 Uhr im Sparkassentreff Sömmerda